Flug Sydney-Darwin, Tour durch den Kakadu Nationalpark                                                flug Sydney-Darwin, Tour durch den Kakdu Nationalpark

 

             Home    Brisbane-Hervey B    Fraser-Ravenshoe    Ravenshoe-Cairns       Cairns-Sydney

 

Freitag, 6.4. Flug Sydney-Darwin mit Zwischenlandung in Alice Springs

 

In Darwin wurde ich von Beatrice am Flughafen abgeholt. Sie brachte mich zu ihrer Wohnung, wo ich ein schönes Zimmer mit Dusche, WC und Aircon hatte. Den Rest der Wohnung konnte ich mit benutzen. Urs und Beatrice sind ein nettes und hilfsbereites Schweizer Pärchen, die seit 3 Jahren hier in Australien leben. Urs betreibt noch ein Internetkaffee in Darwin.

Nachdem ich meine Sachen ausgepackt und Beatrice für mich bei Adventure Tours angerufen hatte um meine Kakadu-Tour rückzubestätigen, ging ich noch in die City ein wenig bummeln. Auf der Suche nach einem Internetchop stieß ich dann zufällig auf das Internetcaffee von Urs. Er empfing mich auch sehr freundlich und ich rief meine Mails bei ihm ab.

Nachdem ich in der Stadt noch ein paar Kölner getroffen hatte, ging ich wieder zu Urs um von dort mit Beatrice zurück zur Wohnung zu fahren.

Vor dort aus ging ich dann zu einem Restaurant, indem es angeblich die größten und besten Steaks der Stadt geben soll. Was ich dann bekam, war so gewaltig, dass es über den Tellerrand hinausragte. Es waren bestimmt 600 Gramm, soviel, dass selbst ich es nicht schaffte. Außerdem war es auch ganz gut. Zufällig traf ich dort auch die Kölner wieder, die mir noch einige Tipps gaben.

Nach dem Essen ging ich wieder zurück zur Wohnung um mich noch ein wenig mit Urs und Beatrice zu unterhalten und das Video meines Tauchtrips anzuschauen.

 

Samstag, 7.4. Darwin-Point Stuart

 

Früh um 6 Uhr 30 wurde ich abgeholt. Das erste, was mir unangenehm auffiel war, dass die Fahrerin Daniele unangenehm laute Musik spielte. Ich musste während der 3 Tage immer wieder darum bitten, die Musik leiser zu stellen.

Von meiner Wohnung fuhren wir die anderen Teilnehmer in den verschiedenen Hotels abholen und danach zur Station der Northern Adventure Tours. Insges. waren wir 12 Personen aus verschiedenen Ländern, eine dänische Familie mit Emma, einem 10 jährigen, tollen Mädchen und Emil, einem 12 jährigen, ebenso tollen Jungen, ein weiterer Däne, ein französisches Pärchen, ein Pärchen aus Brisbane, eine Engländerin und eine Holländerin.

Die erste Station die wir anfuhren, war ein wenig interessantes Infozentrum. Danach ging es weiter zu einer Bootstour auf dem Adelaidriver.  

Diese Tour war dann weitaus interessanter, vor allem, weil wir endlich die langersehnten, freilebenden Krokodile zu sehen bekamen. Sie wurden vom Boot aus mit einer Angel so gefüttert, dass sie teilweise 2m aus dem Wasser sprangen. Des weiteren wurden mit der gleichen Angel ein Seeadler und viele andere große Raubvögel so gefüttert, dass sie die Fleischstücke aus der Luft fangen mussten. Insgesamt ein wirklich tolles Erlebnis, welches mich dann auch einen ganzen Film gekostet hatte.  

Dafür war dann der Rest des Tages katastrophal.

Als wir in Point Stuart ankamen, bekam ich zunächst als einziger ein Zimmer. Alle anderen schliefen in Zelten. Wie ich später erfuhr, hat mich die Fahrt deswegen 300 DM mehr gekostet.

Zunächst verabredeten wir uns, nach der fast unerträglichen Schwüle an diesem Ort, gemeinsam in den Pool zu springen. Das war jedoch ein großer Fehler. Denn einmal im Pool, wurden wir von Moskitos nur so umschwärmt.

Gegen 18 Uhr war dann eine sogenannte „Buschtour“ mit einem Aboriginal angesagt.

Der Aboriginal war aber dermaßen lahm, dass wir alle nach 10 min fast einschliefen. Er erklärte uns während der einstündigen Buschtour die phantastische Anzahl von insgesamt 5 Bäumen. Dabei wiederholte er bei einem Baum mindestens 100 x, dass man seine Früchte nicht essen soll etc.. Selbst ich, der so gut wie kein Englisch versteht, hatte es schon nach dem ersten Mal verstanden. Die Buschtour war dann auch etwa 500 m lang – phantastisch. Hinzu kam noch, dass es weiterhin unerträglich schwül war.

Nach dem Abendessen in einem Küchenzelt, machten dann 3 Aboriginals eine Tanzvorführung mit Didjeridu, am offenen Feuer. Diese Darbietung wäre echt schön gewesen, wenn da nicht die Millionen Moskitos gewesen wären, sodass ich es dort nicht lange aushielt und lieber in die kühle Bar ging um mich mit einheimischen Rangern zu unterhalten, die allesamt total nett und offen waren. Dabei war eine Rangerin noch viel offener und netter als die anderen.

Als ich am nächsten Tag Emils Rücken sah, erschrak ich. Er war übersäht von Moskitostichen. Die Moskitos hatten ihm alle durch sein T-Shirt in den Rücken gestochen.

In meinem Zimmer, das im übrigen, gelinde gesagt, nicht als das modernste anzusehen war, waren auch bestimmt 100 dieser aggressiven Viecher. Gott sei Dank hatte ich mein Moskitonetz mit, welches ich am Ventilator aufhing und das Bett darunter schob. Das Beste an diesem Ort war, dass ich im Zimmer eine Aircon hatte, sodass ich wenigstens schlafen konnte.

 

Sonntag, 8.4. Point Stuart-Jabiru

 

Der nächste Morgen begann um 6 Uhr mit einem Frühstück im Küchenzelt.  

Um 7 Uhr fuhren wir dann los und kamen alsbald zum Kakadu Nationalpark, wo wir zunächst die Felsmalereien der Aboriginals am Noulangie Rock bewunderten. Das war wirklich eine beeindruckende Tour, mit einer tollen Aussicht auf einer Anhöhe vor dem Berg, sodass wir über einem großen Teil des Kakadu Np sehen konnten.

Am Fuße des Berges aßen wir dann auch zu Mittag.

 

Bild aus der Homepage von                 www.ingrids-welt.de

Danach ging es dann weiter zum Parkplatz des Gubaru Wasserfalls. Es war ein recht kleiner, zweigeteilter Wasserfall. Dafür konnten wir aber schön  im Pool des Wasserfalls schwimmen. Glasklares Wasser mit vielen Fischen waren die Belohnung für 1,5 Stunden harten Fußmarsch durch die sengende Mittagssonne. Gott sei Dank war es hier nicht mehr so schwül wie in Point Stuart. Das Problem war jedoch, dass wir nach der Erfrischung auch den gleichen Weg zurück mussten. Ich trank an diesem Tag mindestens 6 Liter Wasser und musste nur 1x Wasser lassen.

Nachdem wir alle ziemlich geschafft am Bus ankamen, fuhren wir dann weiter zu einem Aussichtspunkt ganz in der Nähe. Dadurch, dass ich mir morgens den Fuß umgeknickt hatte, und er während des langen Fußmarsches zu den Fällen und zurück stark anschwoll, machte ich diese Tour   jedoch nicht mit. Dafür traf ich dann 2 Bayuvaren, mit denen ich mich endlich mal wieder auf deutsch unterhalten konnte.

Übrigens gab es die ganze Zeit, während wir im Kakadu Np waren, keine Moskitos.

Gegen 17 Uhr 30 kamen wir dann am Campingplatz in Jabiru an und ich bezog eine Cabin, die tausendmal besser war, als das Zimmer von letzter Nacht. Sogar TV gab es dort. Die anderen schliefen wieder in Zelten.

Als wir gerade im Pool waren, fing es stark zu regnen an. Ein regelrechter Platzregen, wie ich ihn noch nie erlebt hatte. Im nu standen die ganzen Wiesen unter Wasser.

Im Pool traf ich auch einen Saarländer aus St. Wendel, der mit einer Gruppe durch`s Land reiste.

Später holte Emil mich an meiner Cabin ab um mich zum Abendessen zu bringen. Es hatte mir nämlich keiner gesagt, wo die anderen das Lager aufschlugen und der Campingplatz war verdammt groß.

Nach dem Abendessen ging ich dann auch recht schnell in`s  Bett, da ich total geschafft war.

 

Montag, 9.4. Jabiru über Pine Creek nach Darwin

   

       Heute stand zunächst einmal wieder ein 1,5 Stunden langer Weg zu einem tollen Wasserfall an, der jedoch nicht so anstrengend war, da es früher am Tag- und dadurch nicht ganz so heiß war.

Vorher holten wir jedoch noch einen weiteren Mitarbeiter von Adventure Tours in einem Dorf ab, der sich als ein regelrechter Hornochse erwies.  

Bild aus der Homepage von www-ingrids-welt.de

Der Wasserfall war bei den Yurmikmik – Walks und hieß Motor Car Fall. Ein wirklich toller Fall, etwa 70 – 80m hoch und mit einem riesigen, etwa 30m tiefen, glasklaren Pool.

Die Strömung und die Gischt des Falles waren so stark, dass man keine Chance hatte, auch nur in die Nähe des Falles zu schwimmen. Selbst als ich es mit Tauchen versuchte, musste ich ca. 10m vor dem Fall auftauchen, da meine Kraft nicht mehr ausreichte. Außerdem konnte man nichts mehr sehen, da die Gischt einem in die Augen schlug. Der Rückweg zum Bus war dann wieder anstrengender, weil heißer.

Auf dem ca. 300km langen Rückweg nach Darwin, wir fuhren übrigens eine andere Strecke zurück, hielten wir noch an mehreren Stellen an, u.a. auch an einem Parkplatz für Road Trains, von denen ich natürlich noch ein paar Fotos schoss.

Wieder zurück in Darwin, verabredeten wir uns für 20 Uhr in einer lauten Disco zum Essen. Hier begegnete ich 2 Kenianern vom Mount Kenia, die auch hier Urlaub machten.

Da es in der Disco recht laut war und ich mich doch nicht mit den anderen unterhalten konnte, fuhr ich, nachdem ich noch im Woolworth eingekauft hatte, mit einem Taxi zurück zur Wohnung, wo ich mich mit Urs und Beatrice noch ein wenig unterhielt. Urs überspielte mir meine Didj-CD noch auf Cassette, damit ich sie im Flugzeug auf meinem Walkman anhören konnte.

 

Dienstag, 10.4. Darwin-Kuala Lumpur-Frankfurt

 

Heute ließ ich es ruhig angehen.

Ich stand gegen 8 Uhr 30 auf, Frühstückte mit Urs und Beatrice und fuhr dann gegen 9 Uhr 30 mit ihnen in`s Internetcaffee, wo ich zunächst noch ein wenig surfte.

Danach machte ich noch einen Spaziergang zum Strand, damit ich mich noch sehnsüchtig vom australischen Meer verabschieden konnte und schaute mir danach noch eine Gemäldeausstellung von Aboriginals an. Ein Bild faszinierte mich besonders. Es war von einem Aboriginalkünstler in typischer Punktmalerei gemalt und stellte wohl den Weltraum dar. Mit einer 3-D-Brille betrachtet, war es ein einmaliges Bild.

Danach ging ich wieder zu Urs ins Kaffee, verabschiedete mich von ihm und fuhr mit einem Taxi zurück zur Wohnung.

Nachdem ich gepackt hatte, fuhr mich Beatrice zum Flughafen, half mir noch mit den Formalitäten und trank noch einen Kaffee mit mir.

Beim einchecken wurde bemängelt, dass ich 7 kg Übergepäck hatte, was mich noch 150 DM extra kostete. Bei der Handgepäckkontrolle machte der Kontrolleur einen Aufstand wegen meiner Taucherlampe, die ich  schon extra in`s Handgepäck getan hatte. Selbst als ich die Glühlampe entfernt hatte, rannte er noch durch die Halle um sich zu erkundigen, ob ich sie mitnehmen durfte. Anscheinend hatte er Angst, ich würde die Glühlampe wieder einstecken – so ein Schwachsinn.

Eigentlich sollte unser Flug um 16 Uhr 55 starten. Nachdem wir jedoch alle schon 1 Stunde im Flugzeug saßen, durften wir wieder aussteigen, da ein Defekt an der Aircon festgestellt wurde und die Reparatur wohl länger dauerte.

Um 20 Uhr flogen wir dann endlich los.

Durch diese Verzögerung mussten wir dann in Kuala Lumpur rennen, damit wir den Anschlussflug nach Frankfurt nicht verpassten.

 

Hier ein Fazit zu ziehen, würde den Rahmen wohl sprengen. Ich kann nur soviel sagen, dass sich mein Lebenstraum erfüllt hat und Australien wohl eines der schönsten Länder der Erde ist. Leider ist es aber auch so teuer, dass es wohl bei dieser einen Tour bleiben wird, außer ich gewinne doch noch einmal im Lotto. Diese Reise wird mir wohl mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben.

 

   zurück