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Mittwoch, 21.3. Ravenshoe-Innot Hot Springs-Mt Garnet-Undara Lava Lodge-Ravenshoe-Herberton-Atherton (3053 km)
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Die
Fahrt in`s Outback zur Undara L L war schon ein Erlebnis. Über eine relativ gut
ausgebaute Straße fahrend, traf ich mehrmals auf freilebende Kängurus u.a.
auch auf die roten Riesen. Ich denke, der Grund, warum ich bisher noch keine
gesehen hatte ist, dass ich noch nie so früh unterwegs war (dem alten Schweizer
sei Dank). Auch sah ich rosa Papageien, die immer paarweise unterwegs waren und
die ich bisher auch noch nicht gesehen hatte. Aber selbst ohne diese Tiere ist
es ein toller, abenteuerlicher Weg. |
Traumhaft
gelegen, mit vielen, zu Hotelzimmern umgebauten, historischen Eisenbahnwaggongs.
Der älteste ist von 1888.
Dort
angekommen (ca. 8 Uhr 30), checkte ich auf dem Vanpark ein und buchte für 10
Uhr 30 gleich eine Tour zu den Lavahöhlen.
Die
Tour begann pünktlich und führte durch den Busch zu den Tubes, die wegen der
Regenzeit leider größtenteils unter Wasser standen. Dadurch konnten wir nicht
so tief in sie hinein. Es war trotzdem sehr sehenswert. Auf dem Rückweg hielten
wir noch auf einem Hügel, von wo aus man eine tolle Fernsicht hatte. Man konnte
z.B. alle Vulkankegel der Gegend sehen (ca. 10).
Zurück in der Lodge (ca. 12 Uhr 30), aß ich noch mit einem älteren Melbourner Pärchen zu Mittag. Der Mann ist 1949 von Danzig mit seinen Eltern ausgewandert und konnte noch relativ gut deutsch sprechen.
Nachdem
sich die beiden auf den Weg gemacht hatten, machte ich mich, kurzentschlossen,
auch wieder auf den Weg. Die 8 Dollar 50, die ich für den Platz bezahlte, bekam
ich anstandslos wieder zurück..
Über Mt Garnett, Innot Hot Spring, wo das ältere Pärchen abstieg, Ravenshoe und Herberton, kam ich nach Atherton, von wo aus ich morgen die nächsten Unternehmungen starten will. Dass ich weiterfuhr, war eine gute Idee, denn ich traf in Atherton auf einen wunderschönen Vanpark, dem Woodlands Tourist Park, der zudem nur 12 Dollar kostet.
Donnerstag, 22.3. Atherton-Yungaburra-Mareeba-Kuranda
Ich
habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, dass ich rechts in den Wagen
einsteigen muß !!!!!!!
Da
ich heute keine lange Strecke zu fahren hatte, ließ ich den Tag ruhig beginnen.
Ich wusch meine Wäsche, frühstückte und machte mich dann langsam auf den Weg.
In
Atherton rief ich noch meine Mails ab (Heide hatte sich endlich gemeldet, sie
will sich mit mir in Cairns treffen).
Danach
fuhr ich nach Yungaburra um mir die berühmte Würgefeige anzuschauen – sie
war natürlich kolossal.
Nachdem
ich mir noch das Dörfchen Yungaburra angeschaut hatte, hier fotografierte ich
noch eine alte Kirche, fuhr ich weiter nach Mareeba.
Hier
besuchte ich eine Kaffeefabrik und probierte 4 verschiedene Sorten australischen
Kaffee, übrigens mein erster Kaffee auf australischem Boden.
Nachdem
ich in Mareeba zu Mittag gegessen hatte (KFC), fuhr ich weiter nach Kuranda.
Hier
fuhr ich zunächst einmal mit der Skyrail, einer tollen, 7,5 km langen Kabinenbahn über den Regenwald hinunter nach Cairns.
Die
45 Dollar, die ich für die 15 km und 1,5 Stunden dauernden Fahrt bezahlen musste,
haben sich wirklich gelohnt. Die Fahrt ging wirklich die ganze Zeit über das
Dach des Regenwaldes.
Während
der Fahrt sah ich unzählige Kakadus, Schmetterlinge und den Baronfall.
Zurück
in Kuranda ging ich in einen Chop für Didjeridus. Dort probierte ich zum ersten
Mal ein Didj zu spielen. Nach etwa 10 min brachte ich die ersten Töne heraus,
ein tolles Gefühl.
Mit
der Zeit ging es dann immer besser, sodass ich mir morgen wohl ein`s kaufen
werde.
Nach
diesem Erlebnis fuhr ich dann zu dem Vanpark in Kuranda. Für 17 Dollar ein
zufriedenstellender Vanpark - nix besonderes, aber immerhin in Kuranda.
Freitag, 23.3. Kuranda-Cairns (3229 km)
Nachdem
in Kuranda die Läden erst gegen 9 Uhr 30 so langsam öffneten, bin ich zunächst
einmal in den Vogelpark gegangen. Absoluter Nepp. Für 11 Dollar ein solch
riesiger Park, dass man ganze 5 min braucht um hindurch zu kommen. Das einzig
Positive, es gab jede Menge verschiedener Papageien.
Danach
besuchte ich zunächst den Kuranda-Market. Ganz schön anzuschauen, jedoch auch
jede Menge Nepp.
Dann
begannen meine Stunden des Suchens. Nachdem ich bestimmt 5x durch den Ort
gelaufen bin, bin ich schlussendlich doch in dem Laden hängen geblieben, indem
ich gestern Abend schon ein paar Didjs ausprobiert hatte..
Nachdem
ich bestimmt 50 verschiedene Didjs versucht hatte, hatte ich endlich meines
gefunden. Zwar nicht ganz billig (250 Dollar mit Versand), dafür aber schön -
und vor allem, ich kann es spielen. Und noch wichtiger: Der Verkäufer hatte das
Geschäft verdient, nachdem ich ihm bestimmt 1 Stunde auf die Nerven ging und
den Preis noch um 40 Dollar gedrückt hatte. Danach kaufte ich noch eine schöne
CD mit Didjmusik und eine Lern-CD.
Nachdem
ich dann noch eine Bratwurst bei einer Siegburgerin gegessen hatte und mich ein
wenig mit ihr und ihrem Sohn unterhalten hatte, fuhr ich runter nach Cairns um
den Tjapukai-Aboriginal-Kulturpark zu besuchen. Ich denke, der Besuch dieses
Parks ist ein absolutes MUSS für jeden, der hier in der Gegend ist. Es wird
ziemlich ausführlich, in mehreren Shows, die Kultur der Ureinwohner
dargestellt. Außerdem kann man noch Speerwerfen, Bumerangwerfen und sich in
Didjblasen versuchen.
Als
ich in der ersten Show saß, sprachen mich auf einmal 2 Männer an, die hinter
mir saßen.
Und
siehe da, es waren doch tatsächlich die beiden Bayern Stefan und Robert, die
ich über 1500 km hinweg immer mal wieder traf.
Nachdem
ich mir dort noch einen Bumerang gekauft hatte, den anderen hatte ich mir schon
in Kuranda gekauft, fuhr ich dann zu dem Büro von Diversion, der Organisation,
bei denen ich meine Tauchfahrt gebucht hatte. Dort rief ich noch meine Mails ab
und Claudia, eine der Besitzer, gab mir noch Tipps, wo ich in Cairns Känguru- und Emufleisch essen kann.
Die
beiden Bayern gaben mir noch den guten Tipp eines Vanparks, wo ich mich danach
für die nächsten 2 Tage einquartierte.
Der
Eintritt in den Tjapukaipark kostete übrigens 27 Dollar und ich hatte schon
wieder vergessen, den 10 % Gutschein von Hertz einzulösen - verdammt.
Samstag,
24.3. Cairns, Crystal Cascades Holliday Park (3290 km)
Morgens
erkundigte ich zunächst einmal alle die Stellen, wo ich morgen hin muss: Britz
Station, Anlegestelle Aquarius und Büro Aquarius.
Danach
ging ich zum Büro der Aquarius um mich anzumelden. Nachdem ich das getan hatte,
rief ich meine Mails ab und schaute mir die Stadt an..
Das
erste, was mir auffiel war, dass die Didjs hier bedeutend billiger sind, als
oben in Kuranda.
In
einem Tauchshop kaufte ich mir noch eine dünne Kopfhaube und ging dann zu dem
Restaurant, indem es Kängurusteaks gab. Das Fleisch schmeckte ganz gut, war
aber nicht`s besonderes. Na ja, jetzt konnte ich wenigstens mitreden.
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Danach
suchte ich mir noch eine Unterkunft, damit ich nach dem Aquariustripp eine
Anlaufstation hatte und erkundigte mich bei Britz, wie viel ein kleiner Wagen
kostet, damit ich nach Aquarius noch hoch
nach Cooktown fahren konnte. Fazit:
Unterkunft relativ gut für 61 Dollar im Hotel Floriana, direkt neben dem
Krankenhaus an der Promenade, Wagen, 63 Dollar incl. Versicherung etc. Nun
ging ich zu dem am Morgen gebuchten Parasailing-Ausflug. Ein einmaliges
Erlebnis, mit einem Fallschirm hinter einem Boot zu schweben. Kostenpunkt: 50
Dollar, wie ich finde, nicht zu viel für das Erlebnis. |
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Sonntag, 25.3. Cairns (3329km)
Nachdem
ich heute morgen meine Wäsche gewaschen hatte, die Taschen so gepackt hatte, dass
ich den Koffer in der Basis lassen konnte und den Van saubergemacht hatte,
hatte ich bestimmt schon 5 Liter Schweiß vergossen. Es war fast unerträglich
schwül. Ich war froh, dass es mittags auf See ging.
Als
ich dann meine Sachen in der Basis abgestellt hatte, wollte ich noch ein paar
Runden durch die Stadt drehen und siehe da, Stefan und Robert kamen mir in ihrem
Van entgegen.
Ich
drehte schnell und fing sie dann kurze Zeit später ab.
Gemeinsam
riefen wir dann in einem Internetshop unsere Mails ab und flanierten dann durch
die Stadt. In einem Didjshop kauften sie sich dann noch jeder ein Didj.
Danach
wollten wir noch in einem Restaurant etwas essen. Aber in der ganzen Stadt hatte
nichts geöffnet. So gingen wir dann schlussendlich schon wieder zum Red Rooster
Hähnchen essen - ich kann überhaupt nicht erzählen, wo mir die Hähnchen
schon rauskommen.
Gegen
13 Uhr 30 verabschiedete ich mich dann von ihnen, gab meinen Van ab und wurde
gegen 14 Uhr 45 von einem Sammeltaxi an der Koala Station abgeholt.
Mit
6 anderen Tauchern ging es dann auf die Aquarius.
Die
11 Taucher, die auf dem Schiff sind, machen bisher einen netten Eindruck und vor
allem:
2
Mann werden während des Trips ihren Advanced Open Water machen. Tauchen können
sie jedoch schon alle. Auch der Instruktor, der Divemaster, der Kapitän und die
Köchin machen einen netten Eindruck. Der Instructor spricht auch ein wenig
deutsch.
Gleich
gibt es Abendessen – Spaghetti Bolognese mit jeder Menge Garlic.
Montag, 26.3. Holmes Reef
Mit
schlafen war die Nacht nix. Der Motor war so laut, dass ich, trotz
Ohrenstöpsel, nicht schlafen konnte.
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Nach
dem Frühstück dann der Checkdive. Eine 6-er und eine 5-er Gruppe. Der
Instruktor und vor allem der Divemaster waren teilweise 40m vor der Gruppe –
ziemlich unmöglich. Ansonsten eine ganz schöne Unterwasserwelt mit guter, ca.
30m weiten Sicht. Die
nächsten 3 Tauchgänge machte ich mit Paris, einem australischen Arzt, der in
NY lebt. Er ist auch Tauchlehrer, jedoch Padi. Bei 2 Tauchgängen wurden wir
noch von Marc, einem Holländer, der erst 15 Dives hat, begleitet. Er hatte noch
relativ viele Schwierigkeiten zu tarieren. Na ja, wenigstens sein Luftverbrauch
war so einigermaßen, sodass wir unsere Tauchgänge normal beenden konnten. Auch
sonst war er ganz angenehm. |
Dienstag, 27.3.
Der
erste Tauchgang war heute schon um 7 Uhr. Ein Tauchgang, der sich echt lohnte.
Für
heute sind 5 Tauchgänge geplant. Ich werde den nächsten jedoch nicht
mitmachen.
Den
ersten Tauchgang machten wir wieder mit Marc, der wie ein Stein auf 33m
abtauchte.
Der
Drifttauchgang war ganz ok, jedoch mit nur wenig „Drift“ – ein schöner
Drop of, bestimmt 300m tief.
Zunächst
fütterte die Mannschaft die Fische an, sodass es um das Schiff vor Haien,
riesigen Thunis und Barakudas nur so wimmelte.
Dann
ging es runter.
Bestimmt
60 Haie wimmelten um uns herum, darunter Weißspitzen-, Silberspitzen, graue
Riffhaie und ein großer Ammenhai. Sie waren so nah`, dass ich sie berühren
konnte.
Nach
diesem Tauchgang hatte ich starke Kopfschmerzen, sodass ich den vierten
Tauchgang nicht mitmachte.
Mittwoch, 28.3.
Wiederum
war heute der erste Tauchgang um 7 Uhr. Wir gingen wieder an die Steilwand.
Auch
beim zweiten Tauchgang war wieder starke Strömung. Es war aber leider kein
Drifttauchgang, sodaß wir nicht viel sahen, nur viel paddelten.
Beim,
für mich letzten Tauchgang des Tages, sahen wir mehr spektakuläres.
Danach
fuhren wir zum Schnorcheln auf eine winzige Insel. Hier war es toll. Wir sahen
während des Schnorchelns mehr, als während der letzten 3 Tauchgänge.
Donnerstag, 29.3.
Als
wenn ich es nicht geahnt hätte – es hat mich erwischt. Als ich heute morgen
wach wurde, hatte ich Ohrenschmerzen. Trotz aller Bemühungen wurden sie
während des Tages immer schlimmer, sodass ich mehrere Aspirin schlucken musste.
Außerdem
habe ich mir gestern Abend einen Backenzahn abgebrochen. Gott sei Dank schmerzt
er nur, wenn ich unvorsichtig bin und darauf kaue. Es kommt halt alles zusammen.
Freitag, 30.3.
Nach
einer Nacht mit „NO SLEEP“, kamen wir, nach 16 Stunden Fahrt auf rauer See
in Cairns an. Morgens machte ich dem Instruktor klar, dass ich sein
Unterwasservideo nur dann kaufe (85 Dollar), wenn er die Szene, in der die Haie
gefüttert und auf das Tauchdeck gezogen wurden, rausschneidet. Es schloßen
sich mir noch 3 Pärchen an – Sieg auf der ganzen Linie.
Nach
einer rührigen Abschiedsszene mit Sektfrühstück, gingen wir dann gegen 10 Uhr
30 von Bord.
Ich
checkte im Hotel ein und fuhr mit einem „Black Taxi“ direkt zum Arzt. Er
verordnete mir Antibiotika, Ohrentropfen und Tabletten gegen die Schmerzen. Ich
hoffe nur, dass ich das Geld von der VDST-Versicherung wieder zurück bekomme
(INZWISCHEN HABE ICH DAS GELD WIEDER ZURÜCK BEKOMMEN).
Danach
lieh` ich mir für die nächsten 2 Tage noch ein Auto, ging einkaufen, schaute
mir noch ein Feldhockeyspiel an und ging früh zu Bett.
Gegen
20 Uhr klopfte auf einmal der Berliner, der auch mit auf dem Schiff war, an
meine Hotelzimmertür. Er hatte starke Kopfschmerzen und nun Angst, eine
Dekokrankheit zu haben. Ich versuchte ihn zu beruhigen und versicherte ihm, dass
es vermutlich durch seine falsche Atmung und den Stress bei der Rückfahrt
kommt.
Er
verabschiedete sich und ich schlief wie ein TOTER.
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