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Donnerstag, 29.5.
Den ersten Tauchgang des Tages machten wir heute am Xlendi Wrack, das ich ja schon beschrieben habe. Erwähnenswert ist nur noch, dass wir auf dem Rückweg eine schöne Muräne und eine Sepia gesehen haben. Daten: 39 Meter, 35 Minuten
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Der
zweite Tauchgang führte uns dann wieder zu Mgarr ix Xini, da unsere
Gruppe dort ihren Nachttauchgang machen wollte und den Tauchplatz
zunächst einmal kennen lernen sollte. In der ersten Höhle sahen wir
einen großen Einsiedlerkrebs, der eine riesige Anemone auf seinem Rücken
trug. Ich hatte so etwas noch nie zuvor gesehen. Mir tat das Tierchen
richtig leid, so wie es sich dort abmühte !!! In der zweiten Höhle sahen
wir noch eine wunderschöne, große Garnele. Von der zweiten Höhle
führte uns unser Weg dann quer durch die Bucht, auf die andere Seite.
Hier sahen wir jede Menge Plattfische, die sich im Sand versteckten.
Ein Einsiedlerkrebs, der eine 3-fache Anemone trägt |
Während die anderen am Abend ihren Nachttauchgang absolvierten, blieb ich mit dem Tauchguide an Land. Sie erzählten nachher von riesengroßen Tonnenschnecken, Sepien, Zackenbarschen und einem freischwimmenden Conger. Eine der Tonnenschnecken und eine Sepia möchte ich hier noch zeigen.
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Freitag, 30.5.
Da wir am übernächsten Tag wieder nach Hause fliegen sollten, war heute unser letzter Tauchtag. Bevor ein Taucher sich in ein Flugzeug setzt, sollte er, damit der Körper die Chance hat den, bei den Tauchgängen angesammelten Stickstoff wieder los zu werden, einen Tag vorher nicht mehr tauchen.
| So wollten wir heute noch einen besonders schönen
Tauchplatz anfahren. Der Wind war dafür noch nicht ganz optimal. Trotzdem
wollten wir versuchen, die Billing Hurst Cave zu betauchen, die in der Nähe des
Tauchplatzes Reqqa Point liegt. Hier mussten wir wieder von den Felsen springen,
der direkt über dem Eingang zur Höhle liegt. Der Sprung selber war diesmal
nicht so hoch. Dafür war die Brandung aber noch höher, als beim letzten Mal.
Wie schon erwähnt, einigen macht ein solcher Sprung einen Höllenspaß, anderen
nicht !!! Trotzdem tauchten wir wieder fast alle zusammen. Die Höhle ist
wirklich der absolute Wahnsinn. Der Eingang, der auf ca. 22 Meter Tiefe liegt,
ist riiiiiiiiesengroß.
Unsere Truppe auf dem Weg aus der Billing Hurst Cave |
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Man fühlt sich, wie in einem riesigen Dom unter Wasser. Von dem Eingang geht es, langsam ansteigend, ca. 80 Meter in den Felsen hinein, bis man in einen luftgefüllten Hohlraum gelangt, in dem man auftauchen und atmen kann. Unterwegs ziehen jede Menge Garnellen ihre Bahnen. Der Hohlraum ist wie eine Kuppel einer großen Kirche. Nachdem wir alle aufgetaucht waren, machten einige von uns ein "Spassbrevet", das sogenannte "Sportrauchen in Meereshöhlen", abgeleitet von der Ausbildung "Sporttauchen in Meereshöhlen". Dazu hatte ich in einem wasserdichten Behälter eine Zigarette + Feuerzeug mitgebracht, von der die "Prüflinge" hier ziehen mussten. Katrin, die eigentlich Nichtraucher ist, blies den Rauch dann auch fälschlicherweise aus der Nase aus und wunderte sich anschließend, dass es in der Höhle plötzlich so nebelig war. Sie hatte den Rauch in ihre Tauchermaske geblasen.
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Der anschließende Weg zur Ausstiegstelle war wieder von
grandiosen Steilwänden und großen Schwärmen kleiner Fische geprägt. Der
Ausstieg selber gestaltete sich nun jedoch als recht schwierig. Wir mussten uns
an einem Seil aus dem Wasser auf die Felsen ziehen. Unter normalen Umständen
wäre das sicher kein Problem gewesen. Nun war jedoch eine recht hohe Brandung,
die uns schwer zu schaffen machte. Mit Hilfe von Thorsten, der an Land geblieben
war, schafften wir es jedoch alle ohne Blessuren. Daten: 24 Meter, 50 Minuten
Eine der Steilwände an der Billing Hurst Cave |
| Den zweiten Tauchgang machten wir an der
Tauchstelle Hondoq, von der ich auch schon berichtete. Wiederum hatten wir dort
eine großartige Sicht und auch jede Menge verschiedener Tiere. Daten: 9 Meter,
60 Minuten
Fast die ganze Truppe beim Briefing an der Tauchstelle Hondoq. Die Insel gegenüber ist Malta. |
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Da es in dem Steakhaus in Marsalforn so toll war, gingen die meisten abends noch einmal dorthin. Auch diesmal wurde es ein herrlicher Abend, mit tollem Essen und super Stimmung.
Samstag, 31.5.
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Den tauchfreien Tag nutzten wir heute, um mit
unseren Jeeps zu der "Hauptinsel" Malta zu fahren und uns die dortigen
Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Der erste Jeep fuhr schon etwas früher los.
Die Personen auf unserem Jeep wollten es nicht so hektisch angehen lassen,
deshalb fuhren wir nur in die Hauptstadt Valetta, in der es für einen Tag schon
genug zu sehen gibt. Valetta ist ein Spiegel einer Vergangenheit, in der die
Insel oft von den verschiedensten Kulturen erobert wurde. Hier davon zu
berichten, wäre zuviel. Wer sich dafür interessiert, möge die
vielfältigen Möglichkeiten des Internets nutzen.
Der "Inhalt" des zweiten Jeeps. Nur Alex ist nicht zu sehen. |
| Als wir abends wieder in Marsalforn ankamen,
hieß es für uns die Jeeps abgeben, Klamotten packen und Wohnung säubern.
Kalle, der mit Thorsten die Jeeptour nicht mitgemacht hatte, erwartete uns schon
mit einem Abendessen. Reis mit Tomaten-Frühstücksfleischsoße. So hatten wir
auch die letzten Reste unserer Vorräte verbraucht. Nach dem Essen und der
Packerei kam einer unserer Gruppe auf die Idee, das Treppenhaus nach oben zu
steigen und siehe da, er fand eine geöffnete Tür zum Dach. Die Aussicht hier
oben war einfach genial. Man konnte über die gesamte Insel schauen. Schade,
dass wir diesen Ort nicht schon früher entdeckt hatten. Hier hätte man auch
gut seine Tauchsachen zum trocknen aufhängen können.
Ein Stück des Hafens von Valetta |
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Sonntag, 1.6.
Da wir um 4 Uhr 30 schon von unserem Bus abgeholt wurden, hieß es sehr früh aufstehen. Die Schlüssel ließen wir, wie vereinbart, einfach in den Schlössern stecken. Am Hafen von Mgarr angekommen, erwartete uns die letzte Dreistigkeit unserer Tauchbasis. Ich hatte der Basisleitung einen Pauschalbetrag für alle Transfers bezahlt. Nun forderte die Kontrolle der Fähre unsere Tickets, die wir natürlich nicht vorweisen konnten. Nach endloser Diskutiererei, unser Tauchgepäck war inzwischen schon an Bord und die Fähre bereit zum ablegen, ließ man uns doch auf das Schiff. Im Hafen von Malta angekommen, hatte unser Busfahrer, der uns zum Flughafen bringen sollte schon die Nachricht, uns nicht zu fahren, bevor wir ihm die Fähre bezahlt hatten. So blieb uns nichts anderes übrig, als sie zu bezahlen.
Durch diese Verzögerungen kamen wir natürlich recht spät am Flughafen an, sodass wir keine Chancen mehr hatten, im Flugzeug zusammen zu sitzen. Das Flugzeug selbst war auch bis auf den letzten Platz ausgebucht. Kein Vergleich zum Hinflug, wo ich einen Dreierreihe für mich alleine beanspruchen konnte.
Fazit
Hier ein Fazit zu ziehen, fällt mir sehr schwer, da einige Dinge ganz anders gelaufen sind, als ich sie mir vorgestellt und gewünscht habe. Wenn ich eine solche Gruppenfahrt noch einmal zu planen hätte, würde ich sie nicht mehr für Gozo planen. Das liegt hauptsächlich an der Tauchbasis, die nur sehr wenig von dem eingehalten hat, was sie versprochen hatte. Im Endeffekt war sie für das, was sie uns boten, absolut überteuert. Die Zeiten, wo man auf Gozo einen billigen Tauchurlaub verbringen kann, sind anscheinend vorbei. Auf dem Flughafen von Malta traf ich auch einige Taucher, die bei der größten Tauchbasis von Gozo, in Xlendi Bay eingecheckt hatten. Auch sie waren sehr unzufrieden und würden nicht mehr dorthin fahren.
Von der Taucherei her gesehen, hatten wir noch Glück gehabt. Der Wind spielte wenigstens hin- und wieder mit, sodass wir wenigstens die Topspots betauchen konnten, obwohl Udo und ich sehr gerne noch in die "Achim-Gedächtnis-Höhle" (Bedeutung des Namens nur in Insiderkreisen bekannt) getaucht wären, was uns durch die falsche Windrichtung leider verwehrt blieb. Die Tauchgruppe, die 14 Tage vor uns eingecheckt hatte, konnte das Blue Hole und den Inlandsee überhaupt nicht betauchen.
Die Insel selber ist wirklich eine Reise wert. Sie bietet, trotz der spärlichen Vegetation, sehr viel sehenswertes. An einigen Stellen kann man sich gut vorstellen, wie die Insel früher ausgesehen hat, bevor die Seefahrer die Wälder komplett für den Schiffbau abgeholzt hatten. Es muss ein Paradies gewesen sein.
Die wenigen Kontakte zu Einheimischen empfand ich als überwiegend negativ. Am Busbahnhof und in der Stadt Victoria waren sie eher abweisend und an den Schulen, an denen ich vorbei kam, wurde ich teilweise von den Kindern "ziemlich blöde angemacht". Das habe ich in anderen Ländern schon anders empfunden. Ich möchte hier jedoch ganz klar sagen, dass dies mein subjektives Empfinden ist und es anderen Urlaubern auch bestimmt schon anders ergangen ist. Das negativste, was ich auf der Insel erlebte und was, meiner Meinung nach nicht zu einem Volk gehört, welches in die E U will, ist die ständige Ballerei auf Vögel. Das scheint auf dieser Insel der reinste Massensport zu sein. Überall und zu jederzeit hört man irgendwelche Gewehrschüsse und man findet überall, selbst beim Tauchen, leere Patronenhülsen.
Trotz der negativen Sachen empfand ich es, alles in allem, als einen schöner Gruppenurlaub. Der Zusammenhalt in der Gruppe war gut und wir hatten viel Spaß miteinander.
Weitere schöne Bilder von Gozo finden Sie unter: www.tauchgruppe2.de
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