El Quseir 4

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Der nächste Tag war mein letzter Tauchtag. Und da ich am darauf folgenden Tag gegen Abend wieder nach Hause flog, konnte ich nur noch morgens tauchen.

Am Hausriff war eine steife Brise, die eine Strömung entstehen ließ, bei der das Fotografieren recht schwer gewesen wäre. Deshalb ließ ich meine Kamera im Zimmer.

Ich tauchte mit den Münchnern, mit denen ich abends immer zusammen war und es wurde, trotz der Strömung, ein schöner Tauchgang. Wir begannen unseren Tauchgang gegen die Oberflächenströmung und ließen uns dann von der Strömung gemächlich an der Steilwand vorbei treiben.

Den weiteren Tag über ließ ich es mir gut gehn, mit faulenzen und lesen. Gegen Abend machte ich dann noch eine Quadtour durch die Wüste.

Für 45 Euro sollte es 3 Stunden durch die Wüste gehen, mit einem kurzen Besuch bei Beduinen. Da man mir versicherte, dass der Besuch bei den Beduinen wirklich nur kurz ist, ließ ich mich darauf ein. Es sollte ein Fehler werden ! Wir fuhren mit 6 Quads los - ich war der letzte ! Trotz Vermummung bekam ich so viel Sand ab, dass ich kaum atmen konnte. 

Scherte ich aus der Reihe aus, um wieder besser atmen und sehen zu können, winkte mich der Führer sofort wieder in die Reihe ! Totaler Blödsinn das Ganze. Dazu kam noch, dass wir alle 10 Minuten eine Pause von einer viertel Stunde einlegten und über eine Stunde bei den Beduinen verbrachten, wo ebenfalls jede Menge anderer Menschen von Jeepsafaris und Quadtouren waren. Der totale Tourinepp ! Insgesamt sind wir vielleicht eine dreiviertel Stunde mit den Quads gefahren. Nie wieder !

Als es schon dunkel war, kamen wir wieder beim Hotel an. Da von dem langsamen Quadfahren mein Nacken total verspannt war, genehmigte ich mir zuerst einmal eine Massage, bevor ich zum Abendessen ging. Später am Abend traf ich mich noch mit den Münchnern auf ein schönes Täsken Bier und ließ so den letzten Abend ausklingen.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen packte ich meine Sachen, und checkte pünktlich um 12 Uhr aus. Nach dem Mittagessen verbrachte ich die restliche Zeit noch mit Lesen und um 14 Uhr wurde ich von einem Reisebus abgeholt.

Der Transfer und die Abfertigung am Flughafen Marsa Alam war wieder recht kurz, obwohl um diese Zeit ganze 2 Maschinen abgefertigt wurden. Unsere Maschine, eine Boing 757 hatte noch weniger Passagiere wie beim Hinflug, sodass ich mir einen Platz aussuchen konnte. Meine Sitznachbarin vom Hinflug war auch wieder in der Maschine und setzte sich neben mich. Sie war in einem anderen Hotel untergebracht und wir tauschten unsere Erfahrungen aus. Hier noch einige Bilder vom Flug und noch einige Unterwasserbilder.

Fazit: Die Entscheidung, den Flughafen in Marsa Alam zu nutzen, war genau richtig. Es ist kein Vergleich zu dem hektischen Flughafen in Hurghada. Das Hotel war sehr gut und ich kann es nur weiter empfehlen. Die Tauchbasis ist professionell geführt und macht einen guten Eindruck. Das Tauchen ist, im Vergleich zu anderen Tauchbasen in Ägypten recht teuer, aber gerechtfertigt, weil es eine kleine Einzelbasis ist, die nicht so kalkulieren kann, wie z.B. Orca in Safaga oder anderswo in Ägypten. Dafür kümmert sich hier der Basenleiter selbst noch um seine Kunden und man fühlt sich immer gut aufgehoben. Etwas schwierig fand ich es, als Alleintaucher Kontakte zu anderen Tauchern zu knüpfen, da das Hotel doch sehr groß ist und sich die Taucherschar doch sehr verstreut. Hier müsste vielleicht von der Basis noch ein Treffpunkt ausgemacht werden, wo man sich Abends noch zu einem Bierchen zusammen setzt, wie es auf anderen Basen auch der Fall ist.

 

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