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Reisetagebuch
meiner Tour durch Australien.
Queensland Ostküste von Brisbane nach Hervey Bay
9.3.01
Ankunft in Brisbane Brisbane-Coomera-Advancetown-Beechmont-Bina
Bura-Mudgerreraba (191 km)
Australien-endlich. Mein Traum ist wahr geworden.
Peter und Anthea, Barbaras Freunde holten mich am Flughafen in Brisbane ab. Sie fuhren mit mir zum Büro des Koala Rentals, welches recht weit vom Flughafen entfernt ist. Die Taxifahrt dorthin wäre wohl ziemlich teuer geworden. Es ist jetzt, gegen 10 Uhr, schon ziemlich heiß hier. Der Schweiß läuft in Strömen. Es ist gut, dass mich die beiden abgeholt und schnell dorthin gebracht haben. Denn eine halbe Stunde später war das Büro brechend voll.
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Nachdem ich mein Auto in Empfang genommen hatte, fuhren wir zu einem Supermarkt und ich deckte mich für die nächsten Tage ein. Mit dem Linksverkehr kam ich relativ schnell zurecht. Nur meine rechte Hand wollte immer schalten und meine linke Hand den Blinker betätigen, was dazu führte, dass ich des öfteren den Scheibenwischer betätigte.
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Danach ging es zu den Fletschers nach Hause -endlich konnte ich mich von meiner langen Hose trennen.
Nachdem es noch heißer wurde und mir auch ziemlich übel wurde, entschloss ich mich, meinen Plan zu ändern, in den Lamington Nationalpark zu fahren und mich dort auf`s Ohr zu hauen.
Nach einer grauenhaften Fahrt kam ich todmüde, gegen 13 Uhr 30, in Bina Bura an.
Nachdem ich meinen Camper „klar Schiff“ gemacht hatte, fuhr ich noch ein kleines Stück im dichten Nebel, bis ich einen geeigneten Schlafplatz gefunden hatte. Kurze Zeit später war ich auch schon eingeschlafen. Gott sei Dank war es hier oben viel kühler als in Brisbane, was nicht zuletzt daher kam, dass wirklich starker Nebel herrschte.
Während dieser Nacht lernte ich dann, warum der Regenwald Regenwald heißt. Es regnete nämlich die ganze Nacht Kuhscheiße. Aber die Tierstimmen hier sind echt beeindruckend-überall die verschiedensten Vogelstimmen, gequacke von Fröschen etc.
Nachdem ich gegen 0 Uhr 30 aufwachte und des Regens, des Nebels und der Tierstimmen überdrüssig wurde, entschloss ich mich über Nerang nach Mudgeeraba zu fahren, wo ich heute sowieso die Bummerangfabrik besichtigen wollte. Vielleicht schaffe ich es so, ziemlich früh dort zu sein und danach noch in den Lone Pine Koala Sactuary zu kommen, damit ich nachmittags hinter Brisbane, auf der Fahrt nach Norden bin. Die ersten 191 km Fahrt habe ich übrigends schon hinter mir.
Bevor ich jedoch losfuhr, drückte zunächst einmal die Blase. Ich entschloss mich, die Seitentür zu öffnen und mich nur kurz im Regen neben das Auto zu stellen. Als ich gerade in die Wiese treten wollte, sah ich neben meinem Auto einen riesigen Varan, auf den ich fast getreten wäre. Er hatte sich wohl vor dem Regen unter meinem Auto versteckt und wurde durch das Öffnen der Tür aufgeschreckt. Er blickte mich auf jeden Fall genauso erschrocken an, wie ich ihn.
In jedem Fall war ich nun hellwach, sodass ich mein Geschäft erledigen und weiter fahren konnte.
Samstag,
10.3. Mudeeraba-Brisbane (Fig Tree
Pocket Koala Sanctuary) Mooloolabah-Nambour (km-Stand:483)
Nachdem ich mich in Mudgeeraba, an einem Sportplatz noch ein wenig auf`s Ohr gehauen hatte, machte ich mich gegen 6 Uhr 30 auf den Weg zu der vermeintlichen Bummerangfabrik und stellte fest, dass es sie nicht mehr gibt. Stattdessen ist dort jetzt ein Golfplatz.
Nachdem ich noch ein paar Fotos von einem Feuerwarnschild und Bananenbäumen gemacht hatte, fuhr ich wieder nach M, wo ich noch ein paar Sachen einkaufte.
Durch die eingesparte Zeit der nicht vorhandenen Bummerangfabrik, war ich nun schon früh im Koala St. Der Weg dorthin entpuppte sich als nicht so schwierig.
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Der Park ist wirklich schön. Sie haben dort ca. 130 Koalas, ein großes Streichelgehege mit verschiedenen Kängurus, viele Papageien, Wombats, einen tasmanischen Teufel, der immer im Kreis herum läuft und verschiedene andere, einheimische Tiere. Insges. ein sehr schöner und gepflegter Park. Natürlich war auch Nepp dabei. So bezahlte ich für ein Foto von mir mit einem Koala auf dem Arm 11 Dollar. Aber die zahlte ich gerne, schon des Beweisfotos wegen. |
Die nun anstehende Fahrt nach Norden, zur Underwaterworld nach Mooloolaba, entpuppte sich zunächst als Horrortrip, da die Strecke zum Bruce Hwy teilweise sehr schlecht ausgeschildert ist.
Nachdem ich mich auf dem Motorway 5 einmal total verfahren hatte, fand ich durch Zufall doch wieder auf den richtigen Weg. Auch auf dem Bruce Hwy verfuhr ich mich einmal, weil ich die Abfahrt nach Mooloolaba mit Mooloolah verwechselte. Wer soll das auch auseinander halten können.
Dieser Umweg entpuppte sich jedoch als ein glücklicher Zufall, denn dadurch bekam ich noch die Glas House Mountains zu sehen, die sich als lohnendes Fotomotiv entpuppten. Die Fahrt dorthin ging an riesigen Ananasfeldern vorbei und am Straßenrand konnte ich mich mit Ananas und anderen Früchten billig eindecken.
In Mooloolaba fand ich dann ein phantastisches, aber sehr teures Aquarium vor. In der „Underwater World“ befindet sich eine nachgebildete Unterwasserlandschaft mit unzähligen großen Haien, durch die man in Plexiglasröhren, auf einem Förderband stehend, durchgeschleust wird. Man kann dadurch den Haien von unten in die Mäuler schauen.
Nachdem ich danach noch kurz im Meer gebadet und am Strand abgeduscht hatte, ging es weiter zu den Wasserfällen nach Nambour, wo ich auf einem Campingplatz zunächst die Nacht verbrachte.
Auf dem Weg dorthin kam ich noch an dem Touristenziel „Big Pinapple“ vorbei, wo ich auch noch ein paar Fotos schoss.
Gegen 18 Uhr 30 kam ich in Nambour an, checkte auf dem Campingplatz ein und ging dann noch zu einem Chinesen etwas essen. Auf dem Rückweg zum Campingplatz suchte ich mir noch eine katholische Kirche, wo ich am nächsten Morgen in die Messe gehen wollte. In der Nacht fing es wieder sehr stark zu regnen an. Ich konnte mir schon jetzt nicht vorstellen, dass aus dem morgigen Besuch der Wasserfälle etwas wird.
Wie ich es mir gedacht hatte,
es hörte nicht mehr auf zu regnen. Gegen 5 Uhr 30 duschte ich mich und fing an,
meine Kleider zu waschen. Durch den ständigen Regen und die hohen Temperaturen,
war ich nach 5 min schon wieder klatschnass geschwitzt. Also wieder duschen. Danach wollte ich noch ein paar Karten schreiben.
Nachdem ich im Van eine Leine gespannt und meine Sachen darauf aufgehängt hatte, besuchte ich die Messe in der katholischen Kirche-schöner Gottesdienst, aber leider nix verstanden.
Danach machte ich mich auf den Weg nach Maryborough, wo ich in einem Club mein erstes australisches T-Borne Steak gegessen habe. Um in diesem Club essen zu dürfen, musste ich mich als Mitglied eintragen.
Auf dem Weg von M nach Hervey Bay hielt ich auf einer Driving Range, wo ich einen großen Eimer voller Golfbälle abschlug (verballerte). Toller Sport dieses Golf, aber nicht für meine zarten Händchen, da ich mir nämlich eine Blase zuzog.
| In Hervey Bay angekommen, checkte ich auf einem tollen Campingplatz ein, der sich wirklich als Schmuckstück erwies, sodass ich direkt 2 Nächte buchte. Auf dem Campingplatz zieht ein riesiger Schwarm Gebirgsloris und abends ein Schwarm Flughunde seine Kreise. |
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Bevor ich jedoch meine Wäsche wusch, erfrischte ich mich noch in dem schönen Pool des Campingplatzes und versuchte Udo in dem dortigen Internetkaffee eine Mail zu schicken, leider ergebnislos. Meine eigenen Mails konnte ich abrufen, neue Mails schreiben jedoch nicht.
Für den nächsten Tag hatte ich in der Rezeption einen Flug zur größten Sandinsel der Welt, Fraser Island, gebucht, einschließlich eines Allradautos (4WD), um ein wenig dort herum zu düsen.
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